Hipcafé für Senior*innen

Reden wir mal übers vorbereiten mit Rene Reichel

Wir freuen uns über die zahlreiche Teilnahme am hipCAFE für Senior*innen am 18. Mai 2022 im Bildungshaus St. Hippolyt.

Unser Frühstück mit Inhalt fand bereits zum 5. Mal erfolgreich statt. Nach der körperlichen Stärkung – dem ausgiebigen Frühstücksbuffet – gestaltete Rene Reichel, Psychotherapeut und Autor, den Input für die geistige Nahrung. 

In jungen Jahren nimmt das Planen sehr großen Raum ein. Dieser reduziert sich in vielen Fällen im Laufe der Jahre analog zur tatsächlich (und noch intensiver gefühlten) kürzeren verbleibenden Lebensspanne. Dennoch sind Zukunftsplanungen wichtig für alle Lebensabschnitte – für die Vorfreude und um das Wissen selbstbestimmt in die eigene Zukunft zu gehen. 

Rene Reichel behandelte achtsam Themen rund um das Lebensende – ganz praktisch, mit offenem Herzen und nüchternem Kopf. Die Auseinandersetzung mit welchen Regelungen (Patient*innenverfügung, Vorsorgevollmacht, Umgang mit dem digitalen Nachlass, …) ist besonders empfehlenswert? Ein weiteres Thema sind die vielen Schätze, die wir besitzen. Was ist mir wichtig? Wovon kann ich mich trennen? Was soll in jedem Fall jemand bekommen und wer? Muss das Erbe warten, bis ich nicht mehr lebe?

Die Auseinandersetzung mit diesen Punkten geht in vielen Fällen mit Wehmut einher. Das Thema wird oftmals verschoben – aber eines ist nach Rene Reichel gewiss: den gefühlt richtigen Zeitpunkt gibt es nicht! Es ist nicht erforderlich, alle Fragen sofort und auf einmal zu lösen. Wichtig ist, sich über das eigene Wollen Gedanken zu machen, darüber zu sprechen und Entscheidungen festzuhalten. 

Als guten Einstieg bietet sich die Frage an, wer jene Vertrauensmenschen sind, mit denen man diese Themen am liebsten besprechen will. Auch wenn das Gespräch zuerst Wehmut (der Raum bekommen möchte und auch soll) heraufbeschwört - Erleichterung über die Klarheit stellt sich im Anschluss garantiert ein!

Petra König, Pädagogische Mitarbeiterin des Hippolythauses